Wie kann es sein, dass dieser Film bisher völlig an mir vorbei gegangen ist?
Wie kann es sein, dass dieser Film bisher völlig an mir vorbei gegangen ist?
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Wir haben ein echtes Luxusproblem. In unserer Nachbarschaft gibt es gleich fünf Bäckereien, die bequem zu Fuß zu erreichen sind und so hat es eine ganze Weile gedauert, alle Anbieter von frischem Backwerk gründlichst unter die Lupe zu nehmen.
Unvermeidlich ist es wohl, zumindest in Düsseldorf, eine Kamps-Filiale in der Nähe zu haben. Bei Kamps kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Die Brötchen aus industrieller Vorfertigung schmecken doch immer gleich und zwar gleich gut! Nachteil bei dieser Filiale ist die Entfernung. Wer irgendwo auf dem Acker wohnt, der wird einen Anmarsch von ca. sieben Minuten wohl als paradisisch empfinden, mir ist es aber tatsächlich zu weit. Weiterer Nachteil ist der Preis für die Mürbchen, die Jesper so gerne isst. 80 Cent!!! Der pure Wucher.

Direkt an der Bilker Kirche gibt es dann einen Laden von Thesing, der allerdings komplett indiskutabel ist. Ob man Brötchen bekommt ist zunächst mal Glückssache. Oft genug stecken die angelieferten Rohlinge noch im Backofen und die hungrige Kundschaft scharrt schon mit den Hufen. Was machen die Verkäuferinnen also? Einfach mal den Ofen hochdrehen, dann wird es doch wohl schneller gehen?!? Von wegen. Das Ergebnis sind dann ziemlich verkohlte Mini-Brötchen. Aussen zu hart und innen noch gar nicht fertig. Pfui!!! Immerhin ist den Verkäuferinnen das peinliche Erscheinungsbild ihrer Produkte wohl bewusst und sie packen schon mal das eine oder andere Gratis-Brötchen dazu. “Sind ‘n bisschen klein geraten heute.”. Heute? Leider meistens. Ich habe es wirklich oft, zu oft, da versucht, aber anständige Brötchen habe ich da nie bekommen. Thesing scheidet also aus.
Auf der Bilker Allee gibt es dann noch Bader. Hier sind die Brötchen von der Größe okay, aber oft etwas zu dunkel. Könnte man verkraften, aber leider schmecken sie auch nicht besonders. Irgendwie ein wenig wie aufgepumptes Esspapier, also eher geschmacksneutral. Ausserdem habe ich Bader noch nicht verziehen, dass man mir dort ein mal einen Kuchen verkauft hat, der wunderbar aussah, aber noch gar nicht fertig gebacken war. Das Teil angeschnitten, kam einem der flüssige Teig entgegen. So was habe ich vorher auch noch nicht erlebt. Sehr lecker und nicht zu teuer sind hier allerdings die Rosinenmürbchen. So bleibt Bader also nur eine Empfehlung für das süße Frühstück.
Etwas weiter entfernt, ungefähr so weit wie Kamps, ist die Stadtbäckerei. Die ist klasse! Sehr leckere Brötchen, perfekt gebacken und besonders die Sesambrötchen sind ein Hit. Dazu noch nette Verkäuferinnen, die einen nicht auch noch grimmig anraunzen wie bei Thesing. Also rundum ein Volltreffer, wenn da nur nicht die Entfernung wäre.
Viel näher liegt da doch die Bäckerei mit dem leicht unappetitlichen Namen Gelhäut. Die ist zunächst mal schon dadurch sympathisch, dass es noch ein Bäckerei ist wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Also mit Backstube und echtem Bäcker, der auch schon mal mit mehlverschmierten Klamotten um die Ecke guckt um der, wie immer zahlreich erschienenen, Kundschaft einen guten Morgen zu wünschen. Sein Handwerk versteht er offensichtlich auch. Die Brötchen sind zwar etwas klein, aber sie schmecken hervorragend. Ungefähr auf einer Stufe mit der Stadtbäckerei, vielleicht sogar einen Tick besser. Ein besonderes Highlight ist der Rosinen- oder Mandelstuten. Mmmmhhh, lecki lecki! Nun kommt noch dazu, dass die Bäckerei Gelhäut keine drei Minuten von uns entfernt liegt und somit haben wir unsere Haus- und Hofbäckerei gefunden!

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Kurze Bilanz meiner heutigen Glücksspielaktivitäten:
Gut, dass mir der Sieg von Fortunas zweiter Mannschaft am letzten Sonntag ein beachtliches Plus beschert hat. Melde also erleichtert: Alles im grünen Bereich!
Seit einger Zeit ich bin ich ja, wie berichtet, bei Facebook unterwegs und in letzter Zeit mit immer mehr Spaß daran. Dort gibt es für jede Wichtigkeit und Nichtigkeit eine eigene Gruppe und so machte ich mich auf die Suche nach der Gruppe der deutschen Blogger. Nun ist es nicht völlig auszuschließen, dass ich zu dusselig war, aber ich habe eine solche Gruppe einfach nicht gefunden. “Selbst ist der Mann!”, dachte ich mir und habe sie kurzerhand selbst gegründet. Alle hier mitlesenden Blogger, sind nun also herzlich eingeladen sich der Gruppe “German Bloggers” anzuschließen. Nachbarin Chikatze ist auch schon da. Also bis bald!?!
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Jesper: “Silja freut sich schon auf ihre Zähne.”
Papa: “Dann warte erst mal ab wie sehr sie sich auf ihre Brüste freuen wird!”
Überraschung des Abends: fast alle Teilnehmer von letzter Woche waren wieder da! Aber ehrlich gesagt hoffe ich schon noch, dass der eine oder andere noch das Handtuch werfen wird denn 25 Teilnehmer sind eigentlich fast 10 zu viel.
Zunächst haben wir noch mal die Zahlen durchgekaut, was scheinbar auch bei allen problemlos klappte. Die Zahlen sind wirklich ein dankbares Thema um schnelle Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Anschließend haben wir uns gegenseitig ein paar gebräuchliche Begrüßungsformeln zugeworfen wie z.B.:
Terve!
Hej!
Hyvää päivää! - Guten Tag!
Hyvää huomenta! - Guten Morgen!
Hyvää iltaa! - Guten Abend!
Hyvää yötä! - Gute Nacht!
Ich vermute mit einem nuschelig in den hochgezogenen Schal gemurmelten “Hej!” wird man immer auf der sicheren Seite sein, wenn man nicht gerade zum Vorstellungsgespräch oder zum Besuch bei den Schwiegereltern eingeladen ist.
Damit war unser Tatendrang und auch die Doppelstunde noch nicht am Ende. Wir haben dann noch einige Verben konjugiert, diesmal inklusive des Plurals. Hier mal am Beispiel des Verbs asua - wohnen:
minä asun
sinä asut
hän asuu
me asumme
te asutte
he asuvat
In diesem Zusammenhang haben wir dann noch den sympathischen Kasus Inessiv kennengelernt, der im Finnischen durch die Endung -ssa, bzw. -ssä gekennzeichnet ist und anzeigt wo etwas sich befindet oder passiert. Minä asun Düsseldorfissa. Das kleine “i” wird als Bindeglied dazwischen gesetzt wenn das vorangegangene Wort auf einen Konsonanten endet.
Bisher ist es immer noch recht übersichtlich, aber bald wird wohl wieder dieser unsägliche Partitiv ins Spiel kommen, dessen Bildung und Verwendung mir schon beim ersten Anlauf Finnisch zu lernen komplett unklar blieb.
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Mit Tag(s) versehen: Finnisch
Die Seite “Frisch gesehen” hat sich leicht verändert. Um die Ladezeit der Seite nicht ins Unermessliche steigen zu lassen, sind dort nun statt der Trailer, die Filmplakate zu sehen. Ein Klick auf diese führt dann zu dem dazugehörigen Trailer!
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Mit Tag(s) versehen: Intern
Der arme Jesper! Heulend kam er heute morgen an mein Bett und konnte sich kaum beruhigen. Was war nur passiert? Als Inkki in der Nacht ins Kinderzimmer musste um Silja zu wickeln hat sie durch eine kleine Unachtsamkeit Jespers Haustiere getötet und nun musste sich Jesper die Reste des nächtlichen Massakers ansehen. Da lagen sie alle regungslos auf dem Boden, auf der Fensterbank, den Kampf ums Überleben endgültig verloren. Die armen Urzeitkrebse.
Komme soeben von meinem ersten Besuch beim Finnischkurs. Es waren erstaunlich viele Teilnehmer da, nämlich 25. Die meisten ungefähr in meinem Alter, vielleicht ein wenig jünger. Ich werde scheinbar langsam wirklich alt. Bin ja mal gespannt wie viele von diesen 25 auch beim letzten Termin Anfang Dezember noch dabei sein werden. Ist schon interessant, dass ich bei einigen schon nach den ersten fünf Minuten das Gefühl hatte, “das wird nie was werden”. Zunächst nahmen wir uns mal das Verb olla (sein) vor. Vielleicht möchte ja jemand mitlernen?
minä olen- ich bin
sinä olet - du bist
hän/se on - er/sie/es ist
Nun sollte sich jeder Kursteilnehmer vorstellen, was dann doch schnell ermüdend wurde. 25 mal “minä olen XXX” zu hören hat mich jetzt nicht so richtig weiter gebracht. Immerhin hat uns unsere Dozentin Frau Paakkari dann direkt mal an die Fragebildung rangelassen.
olenko minä…? - bin ich…?
oletko sinä…? - bist du…?
onko hän/se…? - ist er/sie/es…?
Dann wieder die obligatorische Runde: Oletko sinä Hans-Jürgen? - Ei, minä en ole Hans-Jürgen. Minä olen Thilo.
Zur Auflockerung nahmen wir uns dann mal die Zahlen vor, die im Finnischen überraschend einfach und logisch aufgebaut sind:
nolla - null
yksi - eins
kaksi - zwei
kolme - drei
neljä - vier
viisi - fünf
kuusi - sechs
seitsemän - sieben
kahdeksan - acht
yhdeksän - neun
kymmenen - zehn
Das muss man nun halt einfach mal stupide auswendig lernen, denn damit kann man schon fast jede beliebige Zahl bilden. Bei den Zahlen 11 bis 19 setzt man einfach ein -toista dahinter und das war’s. Bei den Zahlen 20, 30, 40 usw… fügt man an die gerade gelernten Zahlen 1 bis 9 -kymmentä an und so hat man auch das schon. Merkt man sich jetzt noch:
sata -hundert
tuhat -tausend
miljoona - millionen
dann war’s das eigentlich schon. Kein Vergleich mit dem ach so hochgelobten Französisch, wo 80 auf ein mal 4 mal 20 ist.
Zum Abschluss hat uns Frau Paakkari dann noch verdeutlicht wie wichtig es ist ganz ähnlich aussehende Wörter unterschiedlich auszusprechen. Etwas schwierig ist es für deutsche Zungen auf doppelt vorkommenden Vokalen oder Konsonanten wirklich lang genug zu verweilen. Ein paar Beispiele sind:
sata - hundert / sataa - regnen
tuli - feuer / tuuli - Wind
viili - Dickmilch(lecker!) / villi - wild
latu - Piste / laatu - Qualität
kuka? - wer? / kukka - Blume
puro - Bach / puuro - Brei
Ja mei! Da habe ich ja doch schon so einiges gelernt, auch wenn mir das während des Kurses noch gar nicht so vorkam. Vor allem hat es mir aber schon so richtig Lust gemacht. Ich will jetzt richtig loslegen und beim nächsten Finnlandbesuch im Dezember werde ich dann mal überprüfen ob sich der Aufwand auch gelohnt hat.
Verpasst nicht die zweite Lektion von “Finnisch mit Thilo”!!!
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