Monatsarchiv: Februar 2006

Lucky Man (The Verve)

Ok, die Finnen haben nicht die Goldmedaille geholt. Schwamm drüber!

Trotzdem verlief das vergangene Wochenende für mich erfolgreich.
Am Freitag habe ich immerhin 12€ bei Keno gewonnen.
Am Sonntaghabe ich einen Euro auf den Sieg von Di Centa im olympischen Skilanglauf gesetzt und damit 15€ gewonnen. Beflügelt von diesen Gewinnen habe ich dann gleich auf die Spiele DUI-BER und HAM-STU gewettet und was soll ich sagen?
Wieder Glück gehabt und 12,75€ eingesackt!
So habe ich also insgesamt 40€ gewonnen und bin somit ein gemachter Mann.

Vom Düsseldorfer Karnevalstrubel habe ich mich in diesem Jahr völlig ferngehalten.
Zum Einen musste ich arbeitenund zum Anderen ist Karneval generell nicht mein Ding. Im nächsten Jahr muss ich dann aber trotzdem mal irgendein Kostüm überstreifen, denn dann ist Jesper immerhin schon drei und wir werden mal austesten ob wir mit ihm dann wenigstens einen Karnevalisten in der Familie haben.

Finale…oho…Finaale…ohooho! (Unbekannter Künstler)

Sie haben es geschafft!
4-0 gegen Russland und Finnland spielt morgen gegen Schweden im Olympiafinale!

Da muss ich aber gucken, dass ich morgen nach meiner Frühschicht ganz ganz schnell nach Hause komme. Das erste Drittel werde ich wohl verpassen, aber dann werde ich mit Suomi-Shirt und blau-weissem Schal am Fernseher hängen.
Was sind schon zig deutsche Goldmedaillen im Rodeln und Biathlon wert verglichen mit einer finnischen Goldmedaille im Eishockey?
Wenn sie echt gewinnen sollten wird in Suomi Teufel los sein. Bei dem sprichwörtlichen finnischen Temperament stelle ich mir das so vor, dass fünf Millionen Menschen gegen 17:30h Ortszeit die Faust ballen und gleichzeitig ausrufen: Jooo! Das war’s dann. Das kommt mir auf jeden Fallmehr entgegen als diese südländischen Radaubrüder, die nächtelang ungefragt rumlärmen würden.

Olympic (Millencolin)

Zeit für ein kurzes Olympiazwischenfazit (was für ein schönes Wort):Was wollte ich (nicht) sehen und wie kam es wirklich? (siehe Eintrag vom 09.02.06)

Ich wollte sehen:
• Die Interviews direkt nach den Wettkämpfen in denen um Luft und Fassung ringende Naturburschen bedeutungsschwangere Sätze vom Kaliber eines
Jo mei! I hob a brutal schnelle Latt’n g’habt! rauslassen.
Ich habe gesehen:
• Brutal schnelle Latt’n haben ja vornehmlich die Alpinen und von denen, also zumindest von den Deutschen, war ja gar nix zu sehen. Waren eigentlich welche dabei? Dafür fand ich sehr unterhaltsam das tränenerstickte Statement von Evi Sachenbacher: Wenn’s oane Sportlerin gibt, die wo nix Verbot’nes tut, dann mi!

Ich wollte sehen:
• Einen Sieg der Finnen im Teamwettbewerb der Skispringer.
Ich habe gesehen:
• Vittu saatana!!! Alle Finnischkundigen mögen mir verzeihen, alle anderen mögen mir einfach glauben, dass dies ein recht derber Ausdruck für Pech gehabt ist.

Ich wollte sehen:
• Voll ausgewachsene Eiskunstläuferinnen, bei denen man auf den ersten Blick erkennt wo vorne und hinten ist (inklusive Pirouetten in Super-Slowmotion)
Ich habe gesehen:
• Genau das! Zum Glück ist keine Spur mehr von minderjährigen Ostblockmädels bei denen man bei jeder Pirouette eine versehentliche Defloration befürchten musste.

Ich wollte sehen:
• Waldi und Harry
Ich habe gesehen:
• Einen Schatten von dem Harald Schmidt, den ich sonst so verehre und einen quaderförmigen bayerischen Volldeppen der sich für witzig hält und doch einfach nur bemitleidenswert ist.

Ich wollte sehen:
• Rodel-Doppelsitzer, weil’s einfach geil aussieht!
Ich habe gesehen:
• Rodel-Doppelsitzer der Herren und es sah einfach geil aus!

Ich wollte nicht sehen:
• Biathlon! Ich kann es einfach nicht ausstehen. Und dann noch dieser Hype, der drum gemacht wird. Bäääh!
Ich habe gesehen:
• Jede Menge deutsche Medaillen und als Folge dessen meine neue absolute Lieblingssportart. Vergesst Fussball, Boxen, Formel 1 und Radrennen! Biathlon ist DIE Sportart. Aber wehe es gibt mal keine Medaillen mehr, dann wieder: Bäääh!

Ich wollte nicht sehen:
• Eros Ramazotti. Wenn schon mal Olympia in Italien stattfindet, dann bin ich überzeugt, dass der uns nicht erspart bleibt.
Ich habe gesehen:
• Eros Ramazotti im Interview mit Monica Lierhaus. Mir ist schlecht geworden. Diese blöde Kuh ist sich nicht zu schade dafür das pubertierende Mädchen zu spielen, das gerade aus ihrem ersten feuchten Traum erwacht ist. Wie widerlich!

Ich wollte nicht sehen:
• Niederlagen der deutschen Eishockeymannschaft mit mehr als vier Toren Unterschied
Ich habe gesehen:
• 1-4, 1-5, 3-3, 2-2, 0-2. Also ein phantastisches Ergebnis einer phantastischen Mannschaft. Man spricht jetzt schon ehrfurchtsvoll von den Helden von Turin.

Ich wollte nicht sehen:
• Die dicke Rodlerin aus Venezuela, die in Salt Lake City vom Schlitten fiel und daraufhin in keinem Olympiarückblick fehlen durfte.
Ich habe gesehen:
• Die Dicke war nicht dabei. Ein Glück!

Ich wollte nicht sehen:
• Claudia Pechstein mit ihrer hochnotpeinlichen Schwarz-Rot-Gold-Perücke. Ich bin vor vier Jahren vor Scham im Erdboden versunken
Ich habe gesehen:Anni Friesinger, die direkt nach Rennende ihren Overall bis zum Anschlag aufgerissen hat und uns somit Claudia Pechstein im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten gestellt hat!

Time Well Wasted (Amazing Circus Midgets)

Frisch frisiert bloggt es sich gleich beschwingter!

Gestern Nachmittag hatte ich frei. Aber so richtig frei, das heißt nicht nur keine Arbeit, sondern auch keine Family zuhause. Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich natürlich immer mit I und J gemeinsame Zeit zu verbringen, aber ab und zu tut ein Nachmittag ganz allein zuhause einfach mal gut. Ich konnte mich also unbeschwert an den Computer setzen und eine um die andere Stunde ins Land ziehen lassen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Man hört in Talkshows und bei der Super-Nanny ja immer wieder vorwurfsvolle Sätze wie: der Vatter sitzt doch eh den ganzen Tag am Rechner rum und is am schätten. (so einer Zeitverschwendung gebe ich mich allerdings maximal 10 Minuten pro Quartal hin).
Die Zeit habe ich dann genutzt um alle relevanten Familienfotos der letzten zwei Jahre auf meine Flickr-page zu stellen. Allerdings sind die dort nicht öffentlich sondern nur für Family und Friends zugänglich. Wenn Du dich zu einer dieser beiden Gruppen zählst und die Bilder ansehen willst, dann melde dich einfach!

Damit war mein Nachmittag aber immer noch nicht ausgefüllt. Endlich bin ich mal dazu gekommen eine mail an Martijn zu schicken. Er schreibt mir recht regelmäßig, ich ihm leider etwas unregelmäßiger zurück. Aber ich gelobe Besserung!

Der hundertste Blogeintrag steht bevor und zum Jubiläum habe ich mir was Feines gegönnt. Demnächst gibt es nämlich Düsseldorfin Sanomat Visitenkarten. Hört sich lächerlich an, ist es auch, ich weiß! Immerhin kosten sie mich fast nichts und es kann durchaus mal praktisch sein so was zur Hand zu haben. Es ist z.B. in Finnland schon mehr als einmal zu Dialogen wie diesem gekommen:
„Du kannst ja mal in mein blog gucken“
Nun gibt es zwei Antwortmöglichkeiten:
„Hää? Was is denn ein blog?“ Dann hat alles weitere meistens keinen Sinn. Oder aber:
„Du hast ein blog? Cool, gib mir mal die Adresse!“
Dann kann man die aufsagen und wenn sich auch ein Zettel zum Draufschmieren findet, so kann man sicher sein, dass er bald in den unendlichen Tiefen finnischer Winterjacken verschwunden ist. Ist es da nicht viel weltmännischer ein Kärtchen mit blog-Adresse, Flickr-Adresse und mail-Adresse präsentieren zu können? Und ist es nicht erst recht viel wahrscheinlicher, dass ein solches Kärtchen gehütet wird wie ein Schatz?
Selbst Frodo und Gollum würden sich nicht mehr um einen lächerlichen Ring zanken sondern die Düsseldorfin Sanomat Visitenkarte zu ihrem neuen Schatz erklären. Oder?

Bevor ich anfange die Dinger unters Volk zu bringen sollte ich allerdings dafür sorgen, dass hier auch mal wieder was Vernünftiges steht. Ich gebe zu, in letzter Zeit hat mich die Muse nicht besonders heftig geküsst. Kleine Spielereien wie Slideshows und Videos können da auf Dauer auch nicht drüber hinweg täuschen. (Selbstkasteiung hiermit beendet!)

Postcard (The Who)

Video Killed The Radio Star (The Buggles)

Düsseldorfin Sanomat auf dem Weg zum Multimediablog.
Nach den schicken Flickr-Slideshows wird es hier in Zukunft auch Videos geben.
Und wem hab ich’s zu verdanken? Natürlich Google-Video!
Als kleine Einstimmung hier ein Fundstück (nicht etwa von mir!) mit einer Helsinkier Industrieanlage und dem Rautatieasema in der Hauptrolle:

Complain (King’s X)

Neues vom Beschwerdeführer:

Der PHD-Shop hat es geschafft mir die richtigen Patronen zu schicken. So weit, so gut!
Mit der Erstattung der Portokosten für die Rücksendung ging es dann allerdings nicht so einfach. Anstatt den Betrag einfach von meiner Rechnung abzuziehen oder ihn mir zu überweisen, schickten die doch tatsächlich einen Verrechnungsscheck über €1,65!
Welcome to the 21st century!
So was hübsch Altmodisches hatte ich seit Jahren nicht mehr in der Hand und was das Beste ist: ich kann damit gar nix anfangen. Als Kunde der 1822direkt Onlinebank kann ich den nämlich gar nicht einlösen. Also wieder bei PHD angerufen und gefragt ob denn auch bei denen das Onlinezeitalter mittlerweile begonnen hat. „Wir verschicken Verrechnungsschecks weil ja nicht jeder Kunde ein Girokonto hat.“. Diese Annahme ist für sich genommen ja schon mal ein Witz, wenn ein Kunde jedoch per Lastschriftverfahren bezahlt, dann könnte man doch eigentlich davon ausgehen, dass er auch ein Konto besitzt.
Nun wird also doch überwiesen, ich habe aber immer noch den Scheck über €1,65 in Händen. Um sicherzugehen, dass ich den nicht perfiderweise auch noch einlöse, soll ich ihn also an PHD zurückschicken. Natürlich fallen dadurch neue Portokosten an, die ich erstattet haben möchte. Irgendwie schwant mir, dass das letzte Kapitel dieser Geschichte noch nicht geschrieben ist.