Monatsarchiv: April 2006

Big Indian (Dandy Warhols)

Lange nichts mehr von mir gehört, stimmt's?

Leider ja. Weiß gar nicht wie es kommt, aber solche Phasen gibt es immer wieder mal.

Jespers Mommo, Inkkis Mama und somit meine Schwiegermutter ist seit Mittwoch wieder zuhause in Finnland. Die Zeit geht dann doch immer sehr schnell rum und Jesper musste sich erst mal wieder umstellen. Er hatte sich doch schon so sehr daran gewöhnt, dass Mommo ihm ein Buch vorliest, mit ihm knetet oder mit Bauklötzen spielt. Mama und Papa können das zwar auch, aber das ist für ihn wohl nicht dasselbe. Scheinbar ist ihm der Abschiedsschmerz regelrecht auf den Magen geschlagen. Er hat sich zwar in den letzten Tagen schon immer mal wieder über "Illa i magen" beschwert, aber gestern ist es dann im wahrsten Sinne des Wortes so richtig zum Ausbruch gekommen. Drei mal pro Stunde mussten wir gestern Abend seine Windeln wechseln. Ripuli, wie der Finne sagt oder Wasser-Scheisse, wie sich letztens ein italienischer Hotelgast auszudrücken pflegte.

Hotelgast ist ein gutes Stichwort. Seit Sonntag war im Hotel die Hölle los. Tube/wire-Messe stand auf dem Programm. Wie machmal bei solchen Großmessen kam es zu einigen Irritationen. Ein irischer Gast hatte reichlich Zimmer für seine Firma reserviert, unwissend, dass eine seiner Angestellten das gleiche auch getan hatte. Wegen abweichender Bestelleradressen war das für uns nicht ersichtlich und so stand der arme Kerl da mit 'ner Latte Zimmern, die er gar nicht brauchte. Einige davon konnten wir zum Glück weiterverkaufen, einige Nächte musste er aber letztlich leerstehende Hotelzimmer bezahlen. Das tut natürlich weh. Der meiste Trubel herrschte gestern. Besonders unangenehm fiel eine Gruppe von vier Indern auf, deren dicker Anführer kurz nach dem Check-in bei mir auftauchte und sagte, ich solle ihm mal eine Masseuse organisieren. Ich konnte mir natürlich die süffisante Frage, ob er irgendein medizinisches Problem hätte, nicht verkneifen, habe ihm die Lösung seines hormonellen Problems dann aber alleine überlassen.

El Rey del Dancing (David Civera)

Die finnischen Vorbereitungen auf den ESC am 22. Mai gehen weiter. Nachdem man sich die passende Discokugel bei Lidl besorgt hat (s.u.) fehlen nun noch Grundkenntnisse im Discotanz. Freundlicherweise hat das finnische Fernsehen kurzfristig einen inspirierenden Tanzkurs ins Programm genommen:

DISCOTANSSIT

 

 

Übrigens läuft nun auch endlich das herrliche Musikvideo von Army & Danny! Zum angucken bitte runterscrollen!

Video Monster (Mary-Kate & Ashley Olsen)

Jesper ist ganz happy, seine Mommo ist endlich da! Im Gepäck hatte sie eine ganze Reihe Kinderbücher, finnische Leckereien und ausserdem eine Videocassette mit der Aufzeichnung der finnischen Vorentscheidung zum ESC. Heidi war so lieb uns die Show aufzuzeichnen und wir waren nun ganz überrascht, die Cassette jetzt schon in den Händen zu halten.

Tack så mycket, Heidi!

Ich kann es schon kaum erwarten mir das anzuschauen, wegen meinem Dienstplan wird aber wohl frühestens morgen Abend was daraus. Besonders freue ich mich natürlich auf den Auftritt von Lordi. Gestern habe ich beim Zappen das Lordi-Video auf Viva Plus gesehen und bin ganz begeistert. Und so was vertritt Finnland beim tantigen Eurovision Song Contest! Da kann ich selbst als nur angeheirateter Quasi-Finne richtig stolz drauf sein.

Number One Camera (Nina Gordon)

Man merkt doch deutlich, dass Jesper ein Kind des neuen Jahrtausends ist. Beim österlichen Besuch bei Oma wurde deren Fotokamera genauestens begutachtet. Nach einer ausgiebigen Inspektion kam Jesper zu dem Schluss, die Kamera müsse kaputt sein. Warum? Weil man auf der Rückseite die Fotos nicht angucken konnte. Wie kann der kleine Junge auch wissen, dass die Menschen im letzten Jahrtausend tatsächlich solch rückständige Fotoapparate hatten?

Aprpopos Fotoapparate! Ein Kunde/Gast, wie auch immer, fragte mich heute ob ich mich mit Kameras auskennen würde. Naja, so einigermaßen schon, war meine Antwort. Daraufhin umspielte ein verschwörerisches Lächeln seine Mundwinkel während er eine ziemlich häßliche Kameratasche öffnete. Was holte er heraus? Ausgerechnet meine Traum-Kamera, wenn man denn so sagen kann, eine Panasonic Lumix FZ7! Aaaahhh! Warum er? Warum ausgerechnet er? Er ist so vollständig ahnungslos was für eine tolle Kamera er da hat und wird nie im Leben auch nur ansatzweise in der Lage sein sie angemessen nutzen zu können. Die Welt ist doch so ungerecht!

©winfuture.de

 

Es gibt was Neues für einen Google-Fan wie mich! Google Calendar ist, wie unschwer zu erraten ist, ein auf Ajax-Technik basierender Online Kalender. So weit, so spannend. So lange ich Google Calendar aber noch nicht mit meinem Palm synchronisieren kann, ist die ganze Sache noch witzlos. Noch läuft aber die betaphase und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich da recht bald was tun wird.

Daddy Cool (Boney M)

Heute ist offizieller Papa-Tag! Die Mama haben wir arbeiten geschickt und wir beiden Männer haben sturmfreie Bude. Was sichbis hierhin noch sehr schön anhört wird dann doch eher in einem Hausfrauentag für mich enden. So spaßige Sachen wie Staubsaugen, Böden wischen, Wäsche aufhängen und Einkaufen stehen auf dem Programm. Der Nachmittag wird dann aber sicher gemütlicher. Jespers Cousine Karla kommt mitsamt ihrem Papa, also meinem Bruder zu Besuch. Dann müssen wir mal gucken wie wir die beiden Kleinen ruhigstellen, damit die Papas schön ’ne Runde Playstation spielen können.

Ich werde scheinbar noch zum richtigen TuRU-Fan! War gestern wieder beim Heimspiel, das grandios mit 6-2 gegen die Amateure vom MSV Duisburg gewonnen wurde. Klassenerhalt für TuRU in Sicht. Die Duisburger hatten sogar ca. 40 Schlachtenbummler (so sagte man doch so schön in Fussbalreportagen der 70’er) im Schlepptau, die sich durch eine wunderbare Gesangseinlage einige Pluspunkte bei mir sichern konnten. Wir sind aus Duisburg, nicht aus Italien, wir ham die grööößten Genitalien! Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, ich hab mich aber jedenfalls köstlich amüsiert.

In Finnland rüstet man sich scheinbar auch schon für den anstehenden Eurovision Song Contest. Ab nächsten Montag bei Lidl-Suomi im Angebot: ein Discopallosetti für schlanke 19,99€! Das kann man sich doch nicht entgehen lassen.

 

 

Jesper ist schon ganz aufgeregt, morgen kommt nämlich Mumu zu Besuch. Das ist jetzt nicht schon wieder was Anstößiges, auch wenn mir google gleich dieses vorschlug: Kostenlos! Preisvergleich zum Thema Vagina! Nein, nein, Mumu ist nur der Finnland-Schwedische Ausdruck für Oma und eben diese schwebt morgen Nachmittag am Köln/Bonn-Airport ein. Das erklärt dann natürlich auch die Programmpunkte Staubsaugen usw. von heute (s.o.). So, jetzt muss ich mich aber auch ranhalten!

 

Korrektur: Ich hatte es befürchtet. Mumu schreibt man in diesem Fall also nicht Mumu, sondern Mommo. Ganz korrekt eigentlich mormor, also Mutter der Mutter im Unterschied zu farmor (Vater der Mutter) und morfar (Mutter des Vaters). Alles nicht so einfach, aber herrlich logisch. Einfach Mumu wäre trotzdem viiieeel schöner!

Shout It Out Loud (Kiss)

Private Musik-Contests sind 'ne feine Sache. Ich hab da früher schon mal was zu geschrieben, nämlich hier. Trotzdem noch mal kurz worum es geht:

Jeder Teilnehmer an einem solchen Contest sucht sich ein oder zwei Lieder aus, die er ins Rennen schickt. Der Organisator sammelt diese Songs, brennt sie auf CD und verschickt sie an die Teilnehmer (gegen einen geringen Unkostenbeitrag). Nun werden von den Teilnehmern Punkte für die Songs vergeben und so ergibt sich dann das Endergebnis. Ich habe schon an einigen solcher Contest selbst teilgenommen. Die drehten sich musikalisch mehr oder weniger frei um das Thema Eurovision Song Contest. Nun entspricht mein Musikgeschmack diesem Raster eigentlich eher am Rande. Viel lieber höre ich die härteren und lauteren Töne und dementsprechend hatte ich mit meinen Titeln meist nur sehr bescheidenen Erfolg. Spaß gemacht hat's trotzdem immer und wird es auch in Zukunft machen. Augenblicklich auch wieder beim vierten EUROSONG.

Trotzdem habe ich mir nun vorgenommen meinen eigenen Contest ins Leben zu rufen. Einen klangvollen Namen hat er schon mal:

Shout-It-Out-Loud-Contest

Wie der Name schon anklingen läßt, soll dabei ordentlich gerockt werden. Startberechtigt sind Songs, die mehr oder weniger in das Schema Rock/Alternative passen, wobei das natürlich immer Interpretationssache ist. Ich denke nicht, dass ich einen vorgeschlagenen Titel ablehnen werde weil er nicht rockig genug ist.

Und jetzt bist DU dran!

MACH MIT!!!

Wenn Du Interesse hast, kannst Du dich per mail an shout2006@googlemail.com anmelden. Ein Kommentar in diesem Posting tut's zunächst natürlich auch.

Weitere Infos gibt es hier.

 

I Wanna Love You Tender (Armi & Danny)

Dieser Clip kursiert gerade als Worst Music Video EVER durch diverse blogs. Wäre nicht unbedingt weiter erwähnenswert, aber die Künstler Sänger kommen aus Finnland. Von daher passt es also doch wieder hier rein.

Und nun Vorhang auf und viel Vergnügen mit Armi & Danny:

Zum Mitsingen:

I love you, I wanna love you tender.
You could be my only sweet surrender.
I would never bring you any kind of sorrow.

You love me, you wanna love me tender.
How can I be sure you're not pretender?
You want me today,
But what about tomorrow?

 

Oh, you're absolutely fine,
Your lips are taste of wine.
I'd like to think you're mine.
And if I could touch your hand,
This rock would turn to sand,
So this is where we stand.

 

You love me, you wanna love me tender.
How can I be sure you're not pretender?
You want me today,
But what about tomorrow?

 

I love you, I wanna love you tender.
I just want to be your loving fender.
I would like to take you;
I know I can't deceive you.

 

I love you, I do can be so tender.
I can be your only sweet surrender,
And if you give your heart,
I'll never ever leave you.

 

Oh, you're absolutely fine,
Your lips are taste of wine.
I'd like to think you're mine.
And if I could touch your hand,
This rock would turn to sand,
So this is where we stand.

 

If we all say 'Wanna love you tender,"
No-one has to be a great pretender.
And this world would be
A better place to live in.

 

Der weiblich Part Armi Aavikko ist 2002 gestorben und nur 44 Jahre alt geworden. Danny heißt eigentlich Ilkka Lipsanen, ist heute 63 Jahre alt und ist noch schwer im Geschäft. 2004 hat er gemeinsam mit D'Voices an der finnischen ESC-Vorentscheidung teilgenommen und hat dort dort immerhin das Finale erreicht.