Monatsarchiv: August 2006

Alle warten auf das Glück (Roy Black)

Unser Familienzuwachs kündigt sich in den letzten Tagen immer nachhaltiger an. Kein Wunder, sind es doch nur noch ca. zwei Monate bis zum errechneten Geburtstermin. So ist es also auch langsam an der Zeit ein adäquates Fortbewegungsmittel für die Kleine (es bleibt doch wohl bei einem Mädchen?) an den Start zu bringen. Jespers Kinderwagen, seinerzeit günstig bei Tchibo erstanden, hat dem Anschaffungspreis entsprechend bereits vor ewigen Zeiten den Geist aufgegeben. Kinderlose machen sich ja gar keine Vorstellung davon, wie viel Geld man in einen Kinderwagen investieren kann. Qualitativ annehmbare Kinderwagen fangen bei 350€ an, man kann aber auch gut und gerne knapp 1000€ anlegen. Das würde uns natürlich nicht im Traum einfallen.

 

Nun gibt es einige Punkte, die man in seine Kaufentscheidung einfließen lassen muss. Zunächst mal die Größe, bzw. die Breite. Wir sind in Düsseldorf teilweise noch mit Straßenbahnen gesegnet, die zwar beredt Zeugnis über die Wirtschaftswunderjahre unserer Stadt ablegen können, dementsprechend aber auch in keinster Weise für die Dimensionen eines Kinderwagens des 21. Jahrhunderts ausgelegt sind. Ist der Kinderwagen zu breit, passt man schlicht und einfach nicht durch die Türen. Von Interesse ist natürlich auch das Gewicht, insbesondere wenn man die Düsseldorfer S-Bahnstationen kennt, die viel zu häufig nicht mit Aufzügen ausgestattet sind. Nicht ganz unwichtig ist dann auch noch das Aussehen und vor allem auch die Verarbeitungsqualität. Hier kann man sich im Grunde ja nur auf Erfahrungsberichte anderer Käufer verlassen, wobei die auch schon mal mit Vorsicht zu genießen sind. Da wir unsere Familienplanung im November abgeschlossen haben, wollen wir auch darauf achten, dass man den Wagen möglichst lukrativ wiederverkaufen kann. Wenn man für einen Wagen 500€ bezahlt, ihn aber für 200€ weiterverkaufen kann, dann ist das ganze Fahrvergnügen schon nicht mehr so fürchterlich kostspielig.

Das ist alles nicht so leicht. Bei z.T. sechs bis acht Wochen Lieferzeit sollten wir uns aber langsam mal entscheiden. Inkki macht sich also heute auf den beschwerlichen Weg zu Baby Bellmann in Hilden. Wenn man deren Internetauftritt betrachtet, kann man nur hoffen, dass die alles was sie da gespart haben, in Form von günstigen Preisen an die Kundschaft weitergeben.  

Animals (Coldplay)

 

Kinder haben ja ein geradezu unglaubliches Gedächtnis. Kurz vor dem Einschlafen habe ich Jesper gestern gesagt, dass wir heute Jesper-Papa-Tag hätten und in den Wildpark gehen würden. Heute wachte er um 6:30h auf, reckte sich und sagte noch bevor er überhaupt die Augen geöffnet hatte: „Guten Morgen Papa. Jetzt können wir Tiere gucken gehen.“ Meine vertröstenden Worte, die Tiere würden ja jetzt noch schlafen und wir sollten das am besten auch noch machen, trafen auf kein Verständnis. Ein hysterischer Schreianfall war die logische Folge. Also blieb mir nur, den morgendlichen Ablauf etwas zu beschleunigen. Um 7:00h zum Bäcker, anschließendes Frühstück und dann schon ein Blick ins Internet, wann der Wildpark denn wohl öffnet. Schon um 9:00h, also konnten wir uns zügig auf den Weg machen. Im Nachhinein erwies sich das auch als Glücksfall, denn gerade als wir gegen 11:00h unseren Rundgang beendet hatten, fing es, wie von den Wetterfröschen prophezeit, an zu regnen.

 

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Burning Season (Killarmy)

Dass man sich in Finnland mitunter über unangenehme Gerüche aus Russland beschwert ist nichts Neues, so auch in diesen Tagen. Allerdings sind diese Beschwerden nun nicht mit dem Vorwurf mangelnder Körperhygiene oder ausschweifendem Alkoholkonsums verbunden, sondern mit den seit Wochen in Westrussland tobenden Waldbränden. Je nach Windrichtung sind sogar im Großraum Helsinki deutlich Nebelschwaden und Brandgeruch zu spüren. Ein Foto, das zeigt wie schlimm es ist habe ich bei „Helsingin Sanomat“ gefunden:

Ein Augustnachmittag in Helsinki um 16:30h

Way Back (Tanya Stephens)

Wozu Nachtschichten doch gut sein können. Beim eher unmotivierten Surfen ergab ein Klick den nächsten und so stieß ich auf eine Website, die mich jetzt unheimlich fasziniert. Die Wayback Machine macht eine Zeitreise durch das Internet der letzten zehn Jahre möglich. Nach Eingabe der gewünschten URL sieht man alle verfügbaren Kopien der entsprechenden Seite. Das klappt nicht immer perfekt, so manches Bild und manches Grafikelement bleibt schon mal auf der Strecke, aber das schmälert den Spaß an der Reise in die Vergangenheit gar nicht. Ich finde das ebenso unglaublich, wie auch ein wenig beängstigend. Tatsächlich finden sich auch diverse Kopien meiner ehemaligen Homepage, die von 2001 bis Ende 2003 online war:

(inkki.de vom 18.04.2003)

Desweiteren bin ich auch noch auf eine Filmkritik zu „My Big Fat Greek Wedding“ gestoßen, die ich Anfang 2003 für die damalige Homepage meines Bruders geschrieben habe. Passenderweise wurde dieser Film ja gestern Abend bei SAT1 gezeigt. Ich habe ihn mir gestern natürlich nicht noch mal angetan, denn ich fand ihn schon damals ganz und gar unerträglich wie ihr HIER gerne noch mal nachlesen könnt.

Auch dieses hübsche kleine Animated GIF, das ich damals als Banner für Elmars HP gebastelt habe, habe ich wiedergefunden:

Das Internet hat scheinbar doch ein sehr gutes Gedächtnis.

To America We Go (Ashley MacIsaac)

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The Writer (UFO)

Na nu? Microsoft veröffentlicht Live Writer eine kostenlose Software, die das Bloggen komfortabler machen soll und nicht exclusiv mit Windows Live, sondern auch z.B. mit Livejournal, Blogger oder wie in diesem Fall: WordPress funktioniert? Das muß ich natürlich sofort ausprobieren.

Das Eintippen des Textes funktioniert ganz offensichtlich und netterweise kann ich dabei auch direkt im Bloglayout arbeiten. Schön. Nun will ich mal versuchen ein Foto einzubauen. Zunächst mal eins, das auf meiner Festplatte liegt:

Ich habe die Möglichkeit das Bild in Größe und Ausrichtung beliebig zu verändern und kann ausserdem sogar einige rudimentäre Veränderungen am Foto vornehmen, wie z.B. Schärfen,Weichzeichnen, Verwischen. Super. Ich kann einen Link einfügen und Rahmen und Stil verändern. Sehr überzeugend!

Nun will ich mal ein Bild von einer anderen Website einbinden:

Das ging auch ganz einfach. Solche Webbilder kann man dann allerdings nicht weiter bearbeiten. Ich kann nur die Position, Größe und Ausrichtung verändern und einen Link einfügen. Ist aber ja ausreichend.

(Diese Koff-Red Flaschen sehen übrigens ultracool aus! Muß ich beim nächsten Finnlandtrip unbedingt probieren.)

Besonders reizvoll finde ich nun die Option eine Karte in mein Posting einzubinden. Ich kann wählen zwischen Strassenkarte und Satellitenbild. Also zunächst mal eine Straßenkarte:

View map

Okay, offensichtlich kann ich nur einen Link zu einer Karte einfügen. Mmmhh, schade eigentlich. Und wie sieht es mit dem Satellitenbild aus?

View map

Aha, wieder nur ein Link. Das finde ich wirklich schade. Oder gibt es vielleicht doch die Möglichkeit die Karten direkt einzubinden und ich weiß nur nicht wie’s geht? Auch möglich. Ich werde mal forschen.

Nachtrag nach dem Upload: Das Karten-Feature ist unbrauchbar. Ich hatte Düsseldorf Unterbilk markiert, angezeigt werden jedoch irgendwelche Kuhdörfer in der Walachei!

Vor der Veröffentlichung habe ich mit Hilfe eines Plug-ins nun die Möglichkeit Tags einzufügen. Das ist also eine deutliche Verbesserung gegenüber WordPress.com, wo das leider nicht möglich ist.

Insgesamt bin ich von Live Writer aber doch recht angetan. Die Oberfläche ist angenehmer als die von WordPress.com und insbesondere das Einfügen von Bildern funktioniert deutlich komfortabler. Ich werde den Live Writer zunächst mal benutzen. Vielleicht entdecke ich ja noch das eine oder andere Feature, das das Tool noch empfehlenswerter macht als es eh jetzt schon ist.

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Sunday Afternoon (Bobby Brown)

Ein großer Tag für Jesper: Sein erster Besuch auf dem Fußballplatz!

Natürlich muss man sich da auch zünftig kleiden. Einen TuRU-Schal hatten wir nicht zur Hand, aber wie passend, dass auch HJK Helsinki die Vereinsfarben Blau-Weiß hat, also tat es der genau so gut.

 

Irgendwie wusste Jesper nicht ganz zu schätzen, dass der Gegner von TuRU immerhin der frühere DFB-Pokalsieger und Europacup-Teilnehmer KFC Uerdingen war. Die müssen heute aber auch kleinere Brötchen backen und spielen nun in der Oberliga Nordrhein (4. Liga). Schon nach fünf Minuten fragte er: „Jetzt Hause, Papa?“. Die Faszination des Oberliga-Fußballs hat sich ihm wohl nicht auf den ersten Blick erschlossen. Den Wunsch konnte ich ihm natürlich nicht erfüllen. Schon bald hatte Jesper aber einen Spielkameraden gefunden. Einen etwa vierjährigen Alexander, der offensichtlich auch von seinem Vater ins Stadion geschleift wurde. Die beiden sammelten Steine, Stöcke und Bäume als wären sie beim Grünflächenamt angestellt. Währenddessen sah ich ein tolles Spiel, das alles zu bieten hatte: Tore, kleinere Randale, nicht gegebene Tore und einen vom Polizeihund gebissenen Linienrichter. Dieser kleine Zwischenfall hat sogar überregional Schalgzeilen gemacht wie Berichte beim ORF, in der Netzeitung, der Leipziger Volkszeitung und bei Focus Online zeigen. So spektakulär war es dann eigentlich auch wieder nicht.

Am Ende hatte TuRU 4-1 gewonnen. Das Tor für die Uerdinger schoss übrigens ausgerechnet ein Finne namens Tuukka Salonen. Fürs Toreschießen sind finnische Fußballer ja normalerweise nicht gerade berühmt, darum ist es hier eine besondere Erwähnung wert.
Jesper und ich hatten einen schönen Nachmittag. Meine Leidenschaft für die zweitbeste Düsseldorfer Mannschaft hat neue Nahrung erhalten und ich habe auch schon mal per Email angefragt, ab welchem Alter man denn seinen Sohn für die Bambini-Mannschaft anmelden kann. Jesper wird dabei natürlich gar nicht erst gefragt. Der Papa weiß schon, was gut für ihn ist!