Monatsarchiv: Dezember 2006

Under The Christmas Tree (Albert Hammond)

Bevor er sich bald nackig macht, hier schnell noch ein Bild unseres diesjährigen grünen Untermieters:

Christmas Morning (Lyle Lovett)

Der Heiligabend ist schon wieder vorbei. Wie schnell das doch dann immer geht. So schön es auch war, ich glaube für’s nächste Jahr sollte sich was ändern. Ein Drei-Gänge-Menue für sieben Erwachsene und zwei Kleinkinder würde ich mir nicht noch mal antun. Immerhin ist es hervorragend gelungen, wenn ich das so in aller Bescheidenheit sagen darf. Als Vorsüeise gab es „Farmorsylta“, eine finnische Rote Beete-Rindfleisch-Sülze mit Waldorfsalat, zubereitet von Inkki und Agneta.

 

Dann kam mein Sauerbraten mit slbstgemachten Semmelknödeln auf den Tisch und abschließend ein Frischkäseeis mit Himbeermus. Wie gesagt, alles sehr lecker, aber man ist halt doch mehr in der Küche als bei seinen Gästen, was ja eigentlich nicht Sinn des Heiligabends sein sollte. Immer sympathischer wird mir sowieso der, doch überraschend weit verbreitete, Brauch, am Heiligabend nur Kartoffelsalat mit Würstchen auf den Tisch zu bringen. Man hat Null Arbeit und 100% Zeit sich gemütlich zusammen zu setzen. Auch die Geschenke-Austauscherei sollte man ein wenig in den Griff bekommen. Die Anreise zur Bescherung sieht ja bisweilen eher wie der Umzug eines Zwei-Personen-Haushalts aus.

Heiligabend 2006

Jetzt bleiben also noch zwei ruhige Tage, am Mittwoch muss ich dann wieder arbeiten. Ich gehe aber mal davon aus, dass mich in der nächsten Woche wohl nicht zuviele Hotelgäste belästigen beglücken werden.

Test

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Test, originally uploaded by saksa2000.

Vom Handy via Flickr direkt in mein Blog. Hört sich umständlich und fehleranfällig an. Wenn hier aber jetzt Jesper bei einem winterlichen Spaziergang am Rhein zu sehen ist, dann klappt es scheinbar tatsächlich und ich kann mich demnächst öfters mitten aus dem prallen Leben heraus in meinem Blog melden. Das hört sich doch recht spannend an.

Family album (David Allen Coe)

Für alle Freunde nah und fern gibt es ein hübsches, nettes, kleines, neues Feature!

Unter: http://www.flickr.com/photos/koldehoff/sets/72157594431969195/

gibt es jetzt ein spezielles Jesper-Album innerhalb meiner Flickr-page. Dort gibt es sozusagen Jesper pur vom Tag seiner Geburt bis heute! Im Gegensatz zu den bisherigen Familienbildern sind diese nun auch öffentlich. Jeder kann sie sich also ohne Anmeldung und Einladung anschauen. Gleiches wird in Kürze für Silja folgen. Überhaupt habe ich mir vorgenommen meinen Flickr-Account mal wieder etwas mehr zu nutzen und öfters mal wieder die Kamera zur Hand zu nehmen. Mal schauen ob aus diesem guten Vorsatz was wird.

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Blogged with Flock

Unspoken Words (Eminem)

Kann es sein, dass ich in letzter Zeit zu wenig Zeitung lese? Vom neuen Aki-Kaurismäki-Film „Lichter der Vorstadt“ habe ich jedenfalls nur zufällig im Blog von Herrn Hith erfahren. Ich bin schon seit Ende (vertippt) ANFANG der Neunziger ein riesiger Kaurismäki-Fan und wer weiß ob ich ohne seine Filme überhaupt heute mit einer Finnin verheiratet wäre. Habe ich in ihnen nicht gelernt, wie wenig der Finne zur Geschwätzigkeit neigt und empfand ich das nicht direkt als ein äußerst anziehendes Wesensmerkmal? Auch der Trailer zum neuen Film zeigt das mal wieder:

Ich gehöre normalerweise bestimmt nicht zu der Gruppe von Kinogängern, die jedes mal betonen müssen wieviel wertvoller der gerade gesehene Film doch in der Originalsprache ist. Bei einem Kaurismäki-Film muss ich mich dieser snobistischen Erstsemesterhaltung allerdings mal anschließen. Kaurismäki-Figuren die Deutsch sprechen wirken auf mich nicht ganz glaubwürdig. Wie schön, dass es jetzt also auch vier DVD-Boxen mit Kaurismäki-Filmen gibt und wie schön erst recht, dass auf denen auch die finnische Tonspur zu finden ist. Weniger schön allerdings, dass mich die Nachricht vom Erscheinen dieser Boxen erst erreicht nachdem die Wunschzettel in der schenkungswilligen Verwandschaft verteilt wurden.

Communication Breakdown (Led Zeppelin)

Nachdem nun wohl (hoffentlich) alles überstanden ist, wird es Zeit das T-Com-Chaos der vergangenen Wochen noch mal Revue passieren zu lassen.

Es begann mit meinen Überlegungen wie ich meine Telefon-/Internetkosten senken könnte. Das Angebot von Alice (39,90€ für Telefon- und DSL4000-Flatrate) kam mir da gerade recht. Also habe ich dieses Angebot Ende September bestellt und den Aufschalttermin mit Dezember angegeben. Das wurde mir von Alice so bestätigt und ich ging davon aus, nun ginge alles seinen Gang.

Erstmals stutzig machte mich dann Post von Alice, in der mir plötzlich der 26.10.06 als Aufschalttermin genannt wurde. Ich habe also direkt die Alice-Hotline angerufen und daraufhingewiesen, dass ich bis zum 18.12.06 noch an meinen DSL-Reseller Freenet gebunden bin und deshalb nicht vorher wechseln könne. „Ui, das wird dann jetzt aber knapp. Hoffentlich können wir das noch ändern. Warum wir Ihnen den 26.10. genannt haben kann ich Ihnen auch nicht sagen.“.

Es kam wie befürchtet, am 26.10. war mein T-Com-Anschluß abgeschaltet, der neue Alice-Anschluß aber noch nicht verfügbar. Wieder Anruf bei Alice. „Also wenn Ihr T-Com-Anschluß jetzt weg ist, dann können wir gar nichts machen. Da müssen Sie sich an die T-Com wenden.“. Nächster Anruf bei der T-Com. „Ja, der Anschluß ist weg und der bleibt jetzt auch weg. Warum Ihnen Alice den 26.10. genannt hat kann ich Ihnen auch nicht sagen.“. Ich ließ mich aber nicht abwimmeln, sondern ließ mich mit einem Sachbearbeiter in der Düsseldorfer Niederlassung verbinden. „Das kommt halt davon wenn man es immer möglichst billig haben will.“. So eine Aussage ist ja schon mal eine Unverschämtheit, ich bestand aber darauf, dass nachgeforscht würde was denn nun eigentlich passiert ist. Kurze Zeit später Rückruf des Sachbearbeiters der T-Com: „Also, ich sag es mal so: Da haben wir richtig Scheiße gebaut! Alice hat uns den Dezember mitgeteilt, aber aus irgendwelchen Gründen haben wir den 26.10. notiert und an Alice weitergeleitet.“. Eine entwaffnend ehrliche Aussage. Im weiteren Verlauf versprach mir der Sachbearbeiter den Anschluß umgehend wieder freizuschalten und in zwei Stunden könne ich dann wieder telefonieren.

Aus den zwei Stunden wurden dann knappe drei Tage, doch dann war mein Telefonanschluß tatsächlich wieder da! Welche Freude! Doch dann der Hammer! Jetzt war mein DSL-Anschluß weg. Nach 1,5 Stunden an der T-Com-Hotline und nach einigen lauten Tobsuchtsanfällen von mir, stellte sich dann heraus, dass der „freundliche“ Sachbearbeiter tatsächlich meinen Telefonanschluß wieder korrekt aufgeschaltet hat, dabei vergaß, dass ich ja über Freenet als Reseller DSL beziehe. Man versprach mir, sich mit Freenet in Vebindung zu setzen und das wieder hinzubiegen. Nach einer Stunde endlich der Rückruf. „Also ich hab da gar keine Telefonnummer. Ich habe denen jetzt eine mail geschrieben. Ich melde mich bei Ihnen wennich eine Antwort habe.“. Das war dann nach vier Tagen immer noch nicht passiert, so dass ich wieder anrufen musste. Irgendwann hatte ich dann den richtigen Mitarbeiter am Apparat. „Tja, also. Freenet sagt, die können Ihren DSL-Anschluß nicht wieder einrichten ohne dass Sie einen neuen Anschluß bestellen.“. Natürlich hätte ich dann einen neuen Vertrag mit entsprechender Kündigungsfrist irgendwann Ende 2007. Kam also gar nicht in Frage.

Nun hatte ich mich erst mal irgendwie damit abgefunden vom 30.10. bis zum 18.12. ohne DSL auskommen zu müssen. Ich schrieb an die T-Com und verlangte für diese Zeit eine finanzielle Entschädigung in Höhe der Kosten, die ich an Freenet zahlen muß, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen. Selbstredend standen da auch noch ein paar Nettigkeiten drin, die das Verhältnis der T-Com zu Ihren Kunden zum Inhalt hatten. Dieses Schreiben wurde einfach mal ignoriert. Meine nächste Telefonrechnung wies aber immerhin eine Gutschrift aus, so dass ich den Telefonanschluß im Noveber nicht zu zahlen brauchte. Am 01.12. flatterte mir dann aber auch schon die nächste Rechnung ins Haus, nun für den Zeitraum 11/06 und 12/06. Von Gutschrift war dann da plötzlich keine Rede mehr. Also schickte ich ein Fax mit der Feststellung, dass ich diese Rechnung unter gar keinen Umständen begleichen würde. Eine Woche später die schriftliche Antwort. Aus Kulanz, ohne Anerkennung der Rechtspflicht, werden mir nun also doch die Kosten für den Telefonanschluß gutgeschrieben und im Januar soll ich eine entsprechende Abschlußrechnung bekommen. Damit blibe ich zwar immerhin noch auf ein paar Euro Kosten sitzen, aber irgendwann kommt an den Punkt, an dem man einfach von dem ganzen Thema nichts mehr hören will.

Nun rückte also der 18.12. näher und ich war mir so sicher wie man sich nur sicher sein kann, dass mein neuer Alice-Anschluß nicht wie versprochen bis 16 Uhr funktionieren würde. Genau so kam es dann natürlich auch. Also Anruf bi der Technik-Hotline. „Aha, da wollen wir mal gucken. Ich checke Ihre Leitung und Ihr Modem mal von hier aus. Wenn es in 30 Minuten noch nicht läuft, dann rufen Sie noch mal an.“. Habe ich dann auch gemacht. Nun wurde also eine offzielle Störungsmeldung aufgenommen. Was aber dann passierte, das hat mein Weltbild doch ein wenig ins Wanken gebracht. Nach drei Stunden tat sich tatsächlich was. Das Modem blinkte und kurz darauf bekam ich eine SMS mit der Auskunft, die Störung sei behoben. Und was soll ich sagen? Seitdem funktioniert tatsächlich alles problemlos!

Mit wieviel Aufregung und Verärgerung diese ganze Geschicht verbunden war, das kann man nach diesem (bewußt verkürzten) Bericht nur erahnen. Man fühlt sich dermaßen machtlos wenn man irgendwelche Hotline-Miezen gerät, die grundsätzlich nur sagen: „Da kann ich leider auch nichts dran machen.“ oder „Damit sind Sie bei mir jetzt leider falsch.“. Wundert sich die T-Com ernsthaft, dass sie seit Anfang des Jahres 2,5 Millionen(!) Kunden verloren hat? Ich kann im Gegenteil überhaupt nicht glauben, dass die überhaupt noch Kunden haben.

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Living Online (Biizi)

Ich kann es immer noch nicht glauben, aber unser DSL-Anschluß funktioniert tatsächlich wieder, nach immerhin fast zwei Monaten! Besonders erfreulich ist daran, dass ich nun endgültig nichts mehr mit der T-Com zu tun habe, abgesehen davon, dass die mir noch ebenso widersprüchliche wie offensichtlich falsche Rechnungen zuschicken. Mittlerweile nehme ich das aber alles so weit wie möglich mit Humor und frage mich nur bei jedem neuen Brief, wie es diese Firma wohl jetzt wieder schafft sich unglaublich zu blamieren und ihre geballte Inkompetenz zu demonstrieren.

Nun nehme ich also wieder am Online-Leben teil und somit wird sich nun auch endlich wieder was hier im Blog tun. Zwischenzeitlich hatte ich schlicht und ergreifend die Lust an allem was mit Internet zu tun hatte, verloren, nicht zuletzt weil es wirklich eine Qual ist, sich mit einem Analogmodem durchs Netz zu manövrieren. Mir ist ja schon zu Ohren gekommen, was einige regelmäßige Besucher am meisten vermisst haben. Nicht etwa meine gewohnt feinsinnigen Alltagsbetrachtungen, sondern schlicht und ergreifend Fotos von Silja. Ja, sind wir denn hier in einem kuscheligen Fotoalbum gelandet? Eigentlich nicht, aber trotzdem werde ich dem Plebs geben, wonach der Plebs verlangt:


Und sonst? Die Weihnachtsvorbereitungen laufen auf vollen Touren. Morgen kommt Mommo und am Heiligabend haben wir dann volles Haus. Ein wenig Sorgen macht mir momentan aber Jesper, der eine Beinahe-Lungenentzündung hat. Schon das letzte Weihnachten konnte er nicht genießen, weil er da nur am kotzen war, hoffentlich liegt er also nicht dieses Jahr schon wieder flach.