Monatsarchiv: Juni 2007

Wir müssen leider draussen bleiben!

Von Kindern im Haus ist dringend abzuraten! Die Haltung in einem Freigehege mit überdachter Schlafmöglichkeit ist deutlich vorzuziehen. So reduziert man die Gefahr sich mit virulenten Erkältungserregern anzustecken um ein Vielfaches. Hätten wir uns an diese Ratschläge nur mal gehalten, dann würden wir jetzt nicht alle mit triefender Nase und bellendem Husten rumlaufen müssen.

Sommeranfang

Wer gestern Abend den ersten offiziellen Sommerabend 2007 auf dem Balkon oder im Freien verbringen wollte, der musste schon hart im Nehmen sein:

Extrablatt!

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Nickerchen des Tages

Wer kennt das nicht? Nach einem arbeitsreichen Tag sitzt man in der Bahn, träumt vor sich hin und kümmert sich wenig um die Durchsagen der nächsten Haltestellen. Prompt schießt man im wahrsten Sinne übers Ziel hinaus und ärgert sich, dass man ein paar hundert Meter zurück laufen muss. Richtig ärgerlich wird es jedoch wenn man, wie Kollege M, von der Nachtschicht kommt, todmüde ist, einpennt und feststellt, dass man statt in Mönchengladbach, im benachbarten Ausland, genauer gesagt in Venlo(!) gelandet ist. Einen gesegneten Schlaf scheint er zu haben, der Gute!

Hello Betty!

Ich habe jetzt ’ne Betty. Nein, nein, das ist nichts zum aufblasen und auch kein australisches Au-Pair-Mädchen. Auf die Erfüllung dieser beiden Herzenswünsche kann ich weiterhin nur hoffen. Betty ist eine interaktive Fernbedienung, die ich bei einem Gewinnspiel von Promarkt gewonnen habe. Na ja, so ein richtiges Gewinnspiel war das eher nicht sondern eher eine Aktion durch die massenweise Hardware an Leute verteilt wurde, die sich für Geld niemals jemand zulegen würde, denn immerhin gab es 1000 Bettys zu gewinnen. Aber was ist das denn nun?

Nach Installation der Betty kann man mit ihr auf einigen TV-Sendern bei Gewinnspielen mitmachen. Kleines Beispiel: Ich schaue gerade Quiz-Taxi auf Kabel1. Während der Sendung meldet sich die Betty per Klingeling und Blink-Blink und fragt mich ob ich die nächsten drei Quizfragen auch beantworten möchte. Ja, möchte ich. Also entscheide ich mich drei Mal für die richtige Antwort und somit werden mir 30 Punkte, sog. Sofameilen, gutgeschrieben. Diese Punkte kann ich dann irgendwann gegen mehr oder weniger attraktive Prämien eintauschen, wobei 30 Punkte wohl in etwa einem Gegenwert von 0,03 Cent entsprechen dürften. Keine Ahnung, ich habe mich da noch nicht schlau gemacht. Damit der Rubel für Betty’s Eltern auch halbwegs ins Rollen kommt gibt es auch Gewinnspiele und Votings, die kostenpflichtig und folgerichtig für mich tabu sind. Alles in allem kann man also sagen, dass die Betty das so ziemlich überflüssigste Gerät ist, das mir jemals untergekommen ist. Immerhin kann man aber auch sagen, dass das Gerät selber einen sehr hochwertigen Eindruck macht und durchaus als Ersatz für die bisherige Fernbedienung taugt. Das Design ist schick, Betty liegt gut in der Hand und die Verarbeitung scheint auch sehr gut zu sein. Immerhin. Aber wer um Himmels WIllen gibt für so etwas 40€ aus? Mir ist es ein absolutes Rätsel.

Oh, meine Betty klingelingt und blink-blinkt. Ich muss dann mal weg!

Neues vom Flickr-Desaster

Das Flickr-Zensur-Desaster dürfte hinlänglich bekannt sein. Selten war die deutsche Web2.0-Community so in Aufruhr wie in der letzten Woche. Alleine von meinen Flickr-Kontakten hat rund ein Drittel seinen Account mittlerweile so gut wie stillgelegt und ist zu alternativen Angeboten wie ipernity.com oder 23 abgewandert. Das kann ich grundsätzlich nachvollziehen, denn welcher erwachsene Mensch und zahlende Kunde läßt sich schon gerne bevormunden. Im Zuge der ganzen Diskussion habe ich mir die Flickr-Alternativen mal interessehalber angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für mich keine wirkliche Alternative gibt. Für meinen Geschmack sind meine mittlerweile über 1.000 Fotos immer noch am schönsten und komfortabelsten bei Flickr untergebracht.

In die Zensur-Debatte ist im Laufe der letzten Nacht etwas Bewegung gekommen, Flickr ermöglicht es deutschen Nutzern nun immerhin durch den Suchfilter auch Fotos anzuzeigen, die als „mittel“ eingestuft sind. Ich fürchte, dass das die aufgebrachte Meute auch nicht beruhigen wird und im Übrigen hat Flickr/Yahoo durch seine desaströse Informationspolitik mehr Porzellan zerschlagen als sie jemals wieder kitten können.

Dialog des Tages

Nach umfangreichen Vorbereitungen eines Tagungsraumes erkundigt sich der zuständige Haushandwerker J bei mir:

„Und? Waren die zufrieden?“

„Die waren eben alle bei mir um sich zu bedanken. Manche haben sogar geweint.“